Ausgewählte Themen IV: Familie

„Die Familie ist in lebendiger, organischer Weise mit der Gesellschaft verbunden; denn durch ihren Auftrag, dem Leben zu dienen, bildet sie deren Grundlage und ständigen Nährboden.

In der Familie wachsen ja die Bürger heran, und dort finden sie auch ihre erste Schule für jene sozialen Tugenden, die das Leben und die Entwicklung der Gesellschaft von innen her tragen und gestalten.

So ergibt sich aus der Natur und Berufung der Familie, daß sie sich auf keinen Fall in sich selbst verschließen darf, sondern sich vielmehr auf die anderen Familien und die Gesellschaft hin öffnen und so ihre gesellschaftliche Aufgabe wahrnehmen muß.“

Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben „Familiaris consortio“ (1981, Nr. 42)

Grundlegende Texte

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hg.),
Siebter Familienbericht: Familie zwischen Flexibilität und Verlässlichkeit – Perspektiven für eine lebenslaufbezogene Familienpolitik
Berlin 2006.
Der siebte Familienbericht stellt die aktuelle Situation der Familie in der Gesellschaft dar unter den Stichworten Wandel, soziale Integration, innerfamiliäre Strukturen, Zukunftsszenarien für Familien u.a.
Einsehbar unter http://www.bmfsfj.de/doku/familienbericht/haupt.html

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.),
Ehe und Familie – in guter Gesellschaft
(Die deutschen Bischöfe 61)
Bonn 1999. 19 S.
Die Publikation beschäftigt sich im ersten Teil mit dem christlichen Grundverständnis von Ehe und Familie und im zweiten Teil mit der heutigen Lebenssituation der Familie sowie mit politischem Handeln. Ehe und Familie gehören zu den vordringlichen Aufgabenfeldern in unserer Gesellschaft und sind heute schwierigen Rahmenbedingungen unterworfen, so die Sorge der Bischöfe.
Download unter http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/deutsche-bischoefe/DB61.pdf

Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.),
Zusammenhalt und Gerechtigkeit, Solidarität und Verantwortung zwischen den Generationen.
Eröffnungsreferat von Karl Kardinal Lehmann bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda am 22. September 2003 (Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz 24)
Bonn 2003. 42 S.
Karl Kardinal Lehmann legt in seinem Vortragsmanuskript eine Analyse des Generationenbegriffs, der Generationensolidarität und aktuelle Konfliktfelder auf wissenschaftlichem Niveau dar.
Download unter http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/vorsitzender/VO_24.pdf

Familiaris Consortio
(Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 33) Bonn 1981
Ausgehend von ihren einzigartigen Aufgaben macht diese Publikation die Bedeutung der Familie für Kirche und Gesellschaft deutlich. Außerdem werden die Rechte skizziert, die die Familie legitimerweise für sich beanspruchen kann.
Download unter http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_033.pdf

Charta der Familienrechte
(Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 52) Bonn 1983
Diese Publikation definiert die Rechte, die der Familie als einer naturgegebenen Institution zukommt.
Download unter http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/veroeffentlichungen/verlautbarungen/VE_052.pdf

Arbeitsmaterialien

Die Deutsche Bischofskonferenz (Hg.),
Arbeitshilfen zu den Familiensonntagen 2005 bis 2010.
Die familienpastoralen Arbeitshilfen und Publikationen stehen unter: http://www.alt.dbk.de/ehe-familie-kirche/pages/publikationen.html zum kostenfreien Download bereit. Die Themen drehen sich um Liebe, Ehe und Familie etc. „Liebe miteinander leben“ lautete das jüngste Leitthema, das die deutschen Bischöfe für die Jahre 2008 bis 2010 gewählt haben; unter diesem Motto wurde auch die Homepage gestaltet.

Medien

Bezugsquellen:
http://www.avmedienkatalog.de/
http://www.filmwerk.de/
http://www.mediendienste.info/leihmedien/index.asp

2030 – Aufstand der Alten
(DVD 2007; 135 Min.; Spielfilm ab 14 J.; Produktion von Regina Ziegler und Jasmin Gravenhorst; Regisseur Jörg Lühdorff).
Der Handlungsablauf des TV-Dreiteilers geht von einer jahrzehntelang fehlgeleiteten Renten- und Gesundheitspolitik aus. „2030“ spielt in der Zukunft, will aber in der Gegenwart aufrütteln, um die im Film aufgezeigte negative Entwicklung zu verhindern und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Rentenreform zu unterstreichen.
Das TV-Drama gewann u.a. den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bester Fernsehfilm/Mehrteiler".

Fair Trade
(DVD 2007; 15 Min.; Kurzspielfilm ab 14 J.; Produktion von Weltweit-Film, Kasbah-Film Tangier, Hochschule für Fernsehen und Film München und FGV Schmidle; Regisseur Michael Dreher).
Im Film wird eine Geschichte erzählt, die so fast jeden Tag stattfindet: Eine Frau aus der westlichen Welt will sich mit Hilfe der „Babymafia“ ihren Kinderwunsch erfüllen. Die Geschichte beginnt in Marokko und führt über die Straße von Gibraltar direkt vor die europäischen Haustüren. Der Film weckt Aufmerksamkeit für ein Thema, das zur Realität der globalisierten Handelsbeziehungen gehört, und dreht sich um die Menschenrechte und Menschenwürde.
Mit Arbeitsmaterialien, downloadbar unter http://lizenzshop.filmwerk.de/shop/detail.cfm?id=1155

Ghettokids
(DVD 2002; 88 Min.; Produktion von Bernd Burgemeister; Regisseur Christian Wagner).
Die Geschichte beruht auf den Erfahrungen der Münchener Lehrerin Susanne Korbmacher-Schulz, die mit ihren von sozialem Engagement getragenen Projekten überregional Aufsehen erregte. Im Film geht es um zwei Brüder, die zusammen mit ihrer Familie aus Griechenland nach Deutschland gezogen sind in der Hoffnung auf bessere Verhältnisse. In der Realität müssen sie aber mit schwierigen Lebensumständen kämpfen. Jugendliche Laiendarsteller aus dem sozialen Brennpunkt Hasenbergl in München spielen hier an der Seite von Profis.

Planet Hasenbergl – Lichtblicke in der Münchner Bronx
(DVD 2002; 84 Min.; Produktion des Bayerischen Rundfunks; Regisseur Claus Strigl).
Susanne Korbmacher-Schulz, Lehrerin am Förderzentrum des sozialen Brennpunkts Hasenbergl, hat viele Initiativen ins Leben gerufen, die Kindern und Jugendlichen ihren Selbstwert entdecken hilft. Gegen die allgegenwärtige Armut hat sie z.B. eine neue Währung eingeführt, den „Lichttaler“. Die Kinder entdecken mit dem neuen „Währungssystem“, dass sie nicht nur Wünsche haben, sondern auch Fähigkeiten, die andere brauchen. Im Dokumentarfilm wird gezeigt, wie Korbmacher-Schulz Rap-Gruppen, Breakdance-Kurse, Theater-, Musikaufführungen und andere Lichttaler-Projekte ankurbelt, Sponsoren gewinnt, Sachspenden sammelt, die Presse informiert u.a. – alles damit die bislang verstummten Kinder im Singen, Tanzen, Theaterspielen etc. ihren Spaß am Leben entdecken.

Unterrichtsmaterial zum Wandel der Familie und anderer Lebensformen
(DVD 2004; 16 Min.; Produktion u. Regisseur o.A.)
Das Unterrichtsmaterial mit DVD und CD-Rom zum Thema Familie und andere Lebensformen zeigt die rasante Entwicklung menschlichen Zusammenlebens in der Gesellschaft seit den 1960er Jahren. Dabei wird die historische Großfamilie mit ihren sozialen Aufgaben ebenso dargestellt wie die vielfältigen Formen familiären Zusammenlebens heute. Als aktuelle Diskussion wird auf gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften und den Wandel in deren rechtlicher Stellung eingegangen.

Links

http://www.deutscher-familienverband.de/
Der Deutsche Familienverband (DFV) setzt sich als Sprecher der Familien für eine Politik ein, welche die Familie in den Mittelpunkt des gesellschaftspolitischen Handelns stellt und ihre Leistungen anerkennt. Sein Engagement gilt den Handlungsfeldern, die den Alltag von Familien und die Entscheidung für ein Leben mit Kindern am meisten beeinflussen: der wirtschaftlichen Situation, der Wohnsituation, der Absicherung im Alter und der Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsleben.
Die Homepage informiert über die vom DFV herausgegebene Zeitschrift, Seminarangebote, familienpolitische Meldungen u.a.

http://www.erfolgsfaktor-familie.de/default.asp
Eine familienbewusste Arbeitswelt ist entscheidend für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Mit dem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“ setzt sich das Bundesfamilienministerium zusammen mit Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft und dem Deutschen Gewerkschaftsbund dafür ein, Familienfreundlichkeit zu einem Markenzeichen der deutschen Wirtschaft zu machen.

http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/
Die Seite des Vereins „Familie“ bietet eine Wissensdatenbank zum Thema, einen Familien-Steuer-Rechner, aktuelle Meldungen u.a.

http://www.familienbund.org/index.php
Homepage des Familienbundes der Deutschen Katholiken, u.a. mit Grundlagenprogramm und Bestellmöglichkeit der zweimonatlich erscheinenden Verbandszeitschrift „Stimme der Familie“.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/a_Hauptseite.html
Online-Familienhandbuch für Eltern, Erzieher, Lehrer, Familienbildner und Fachleuten, die sich mit Familien befassen, herausgegeben vom bayerischen Staatsinstitut für Frühpädagogik, betreut von Professor Wassilios E. Fthenakis, Dr. Martin R. Textor und Werner Lachenmaier.

http://www.familyfair.de/
Dieses Nachrichtenportal ist eine Initiative von „Familie Direkt“, einem gemeinnützigen Verein zur Förderung einer neuen Wertschätzung der Familie in Kultur, Politik und Gesellschaft. Experten informieren täglich neu mit WebTV über Familienthemen, auch ein thematischer Austausch in Foren, Blogs und Chats u.a. ist möglich.

http://www.katholische-kirche.de/2696.html und
http://www.katholische-kirche.de/80.html
Die offiziellen Familienseiten der Katholischen Kirche Deutschlands mit vielen Artikeln, Links etc. zu aktuellen Fragen.

Zeitschriften

Themenheft „Familie“
(Nr. 4/2008 der Zeitschrift „Erwachsenenbildung“, hg. von: Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung; W. Bertelsmann, 9,90 Euro)
Verschiedene Artikel zum vorliegenden Thema mit einem praktischen Fokus auf Bildungsarbeit. Mehr Informationen unter http://www.kbe-bonn.de/634.html

Themenheft „Intergenerationelle Bildung“
(Nr. 1/2010 der Zeitschrift „Erwachsenenbildung“, hg. von: Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung; W. Bertelsmann, 9,90 Euro)
Artikel über intergenerationelles Lernen und Generationengerechtigkeit mit Praxisbezug. Mehr Informationen unter http://www.kbe-bonn.de/711.html

Fachbücher und Artikel

Bayerl, Marion,
Die Familie als gesellschaftliches Leitbild. Ein Beitrag zur Familienethik aus theologisch-ethischer Sicht
Würzburg 2007. Echter, 242 S., 24,- Euro.

Das Buch beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit man angesichts des individualistischen Paradigmas moderner Gesellschaftstheorie und Politik von der Familie als einem Leitbild der Gesellschaft sprechen kann, ob diesem Sachverhalt in gesellschaftlichen Strukturen bereits in ausreichendem Maß Rechnung getragen wird und welche weiteren Konsequenzen erforderlich sind.

Eckstein, Christiane,
Geschlechtergerechte Familienpolitik: Wahlfreiheit als Leitbild für die Arbeitsteilung in der Familie

Stuttgart 2009, Kohlhammer, 248 S., 36,80 Euro.
Die Forderung nach Wahlfreiheit wird in der Familienpolitik von Parteien aller Couleur erhoben: Paare sollen selbst entscheiden können, wie sie sich die Familien- und Erwerbsarbeit aufteilen. Ein Blick auf die tatsächlichen familienpolitischen Maßnahmen zeigt jedoch, dass sich hinter dem Leitbild der Wahlfreiheit ganz unterschiedliche Vorstellungen von der idealen Arbeitsteilung in der Familie verbergen.
Die Autorin analysiert die aktuelle Familienpolitik zunächst daraufhin, inwieweit sie Wahlfreiheit für beide Geschlechter schafft. Die nur eingeschränkt vorhandene Wahlfreiheit wird anschließend mit Bezug auf Geschlechter- und Generationengerechtigkeit als ungerecht ausgewiesen und es werden Leitlinien und Optionen für eine geschlechter- und generationengerechte Familienpolitik formuliert.


Goldschmidt, Nils; Beestermöller, Gerhard; Steger, Gerhard (Hg.),
Die Zukunft der Familie und deren Gefährdungen.
Norbert Glatzel zum 65. Geburtstag
Münster 2002. LIT, 432 S., 40,90 Euro.

Theologen, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler beleuchten in diesem Band die Themen Ehe und Familie im kulturellen, gesellschaftlichen und kirchlichen Kontext und werfen einen Blick auf das Spektrum der aktuellen Chancen und Gefahren in diesem Bereich.


Gruber, Hans-Günter,
Familie und christliche Ethik
Darmstadt 2001. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 197 S., 19,90 Euro.
Theologisch-ethische Studie zur Situation der Familie in der modernen Gesellschaft. Ausgehend von der Lebenswirklichkeit des modernen Menschen entwickelt der Autor ein christliches Familienverständnis. Er zeigt auf, wie das Zusammenleben in der Familie unter den Bedingungen moderner Gesellschaften zum Gelingen menschlichen Lebens beitragen kann. Es werden politische und pastorale Möglichkeiten aufgewiesen, den Gefährdungen der Familie heute zu begegnen.

Habisch, André; Jans, Bernhard; Stutzer, Erich (Hg.),
Familienwissenschaftliche und familienpolitische Signale.
Festschrift zum 70. Geburtstag von Max Wingen
Grafschaft 2000. Vektor, 688 S., 29,- Euro.
Das Buch bietet eine Bestandsaufnahme und einen Überblick von 68 Wissenschaftlern und Praktikern aus den verschiedensten Arbeitsfeldern über die derzeitigen familienwissenschaftlichen und familienpolitischen Diskussionen und Standpunkte. Am Anfang des 21. Jahrhunderts erweist sich die Familie wieder als hoch aktuell und zukunftsträchtig. Denn im Kontext fortschreitender Individualisierung der Lebensformen und Ausdifferenzierungen gesellschaftlicher Subsysteme gewinnen die „Leistungen“, die Familien erbringen, an Wert und können nur schwerlich ersetzt werden.

Lampert, Heinz,
Priorität für die Familie. Plädoyer für eine rationale Familienpolitik
Berlin 1996. Duncker & Humblot, 332 S., 32,- Euro.
Dieser Band gliedert sich zum einen in eine Herausarbeitung der ökonomischen Defizite der Familienpolitik in der Vergangenheit und Gegenwart und zum anderen in die Forderung nach einer gleichmäßigeren Verteilung der finanzpolitischen Lasten in der Gesellschaft. Hierzu bietet der Autor verschiedene Vorschläge (Kindergeld, Kinderfreibeträge, Anrechnung der Erziehungszeiten in der Rentenversicherung etc.).

Laux, Bernhard,
In Verteidigung der Liebe. Konturen eines Familienleitbildes für die veränderte demographische und gesellschaftliche Situation
in: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 49 (2008), S. 269–295.
In diesem Beitrag wird der Bedeutung von Familie einerseits und ihrer Belastung unter den Bedingungen der Moderne andererseits nachgegangen. Zunächst wird die „Idee der Familie“ skizziert und daran anknüpfend die Koppelung von Elternschaft und Partnerschaft als ein Kernelement von Familie näher betrachtet. Abschließend werden die gesellschaftlichen Anspruchskonflikte um Kinder (wem gehören die Kinder?) und Eltern (wem gehören die Eltern?) in den Fokus gerückt.

Mack, Elke,
Christliche Familienethik in einer Zeit gesellschaftlichen Wandels
in: Theologie der Gegenwart 48 (2005), Heft 1, S. 13–27.
Der Artikel bietet eine Übersicht zum Wandel der Familie in der heutigen Gesellschaft, online abrufbar unter http://www2.uni-erfurt.de/sozialethik/Dokumente/Christliche_Familienethik_in_einer_Zeit_gesellschaftlichen_Wandels.pdf

Mack, Elke,
Familien in der Krise. Lösungsvorschläge Christlicher Sozialethik
München 2005. Herbert Utz, 106 S., 24,80 Euro.
Die Gründung von Familien und ihr Erhalt sind nicht mehr selbstverständlich. Familien sind in einer Krise und Kinder rar geworden. Diese demographische Veränderung gefährdet die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Die Autorin zeigt auf, was dies für Deutschland und Europa bedeutet. Sie argumentiert aus ethischen Gründen für eine offensive politische Familienförderung und kommt zur Schlussfolgerung: Christliche Familienethik beinhaltet die Gestaltung von Institutionen, die Dilemmasituationen für Familien aufheben und es Frauen ermöglichen, Beruf und Kind zugleich zu haben.

Nave-Herz, Rosemarie,
Familie heute. Wandel der Familienstrukturen und Folgen für die Erziehung
Darmstadt 42009. Primus, 163 S., 19,90 Euro.
Steigende Scheidungszahlen, abnehmende Geburtenrate und Zunahme der Single-Haushalte gelten in der Öffentlichkeit als Indiz dafür, dass die Lebensform Familie in die Krise geraten ist.
Die Autorin, Professorin für Soziologie an der Universität Oldenburg, zeigt, dass der Wandel der innerfamiliären Beziehungen bereits vor längerer Zeit begonnen hat und dass dieser Veränderungsprozess viel umfassender und tief greifender war als es in der heutigen Diskussion zum Ausdruck kommt. Dabei gilt ihr Hauptaugenmerk dem Wandel der Familienstrukturen und den daraus resultierenden Folgen für die Erziehung und Bildung sowie für das Freizeitverhalten und den offenkundigen Abstimmungsproblemen zwischen familiärer und schulischer Sozialisation.

Vaskovics, Laszlo A. (Hg.),
Familienleitbilder und Familienrealitäten
Opladen 1997. Leske & Budrich, 435 S., 19,50 Euro.
Der Sammelband widmet sich dem Wandel von Familienleitbildern und Familienrealität, der interdisziplinären Familienforschung inklusive Familienpsychologie, -demografie, -soziologie und -pädagogik sowie der Zukunft der Familie aus der Sicht der Familienforschung.