München (29. Juni 2026) – Einmal im Jahr treffen sich die Mitgliedseinrichtungen der KEB Bayern in der Katholischen Akademie in Bayern, um sich zwei Tage lang inhaltlich und organisatorisch mit den nächsten Monaten und Jahren der Arbeit der Katholischen Erwachsenenbildung auseinanderzusetzen. Bei der diesjährigen Versammlung am 26. und 27. Juni standen auch Vorstandswahlen auf der Tagesordnung.
Drei Abschiede und drei „Neuzugänge“: Die diesjährige Mitgliederversammlung bringt einiges an Veränderung mit sich. Clemens Knoll aus München, Kathi Petersen von der KEB Nürnberg und Wolfgang Stöckl vom Bistum Regensburg waren wegen Ruhestand oder beruflicher Weiterentwicklung nicht mehr zur Wahl für den Vorstand der KEB Bayern angetreten. Das fünfköpfige Gremium hatte zwei Wahlperioden in unveränderter Konstellation zusammengearbeitet und verliert nun drei erfahrene Profis der Erwachsenenbildung, die ihr ehrenamtliches Mandat auf Landesebene leidenschaftlich ausgefüllt haben.
Im Rahmen des Festabends am Freitag wurden sie gleich mehrfach entsprechend gewürdigt: Der druckfrisch präsentierte Jahresbericht der KEB Bayern widmet ihnen jeweils eine Doppelseite für eine Laudatio. In der festlichen Runde kamen sie noch einmal ausführlich selbst zu Wort und stellten sich persönlichen, strategischen und inhaltlichen Fragen, die von den Mitgliedern im Vorfeld gesammelt worden waren, und trugen so ein reiches Vermächtnis an klugen Gedanken zusammen. Schließlich verlieh ihnen die KEB Bayern zum Abschied ihr „Dankeszeichen“ für besondere Verdienste um die Erwachsenenbildung: eine Skulptur zweier im Dialog verbundener Menschen und damit Zeichen für die Grundhaltung des Verbands.
„Ich habe die Zusammenarbeit in diesem Team als großes Geschenk empfunden: Es war immer angenehm und wertschätzend, zugleich aber auch effizient und konstruktiv. Wir haben in diesen Jahren gemeinsam neue Herausforderungen gestemmt, alte Desiderate abgeräumt und etliche große Zukunftsprojekte auf den Weg gebracht. Mit Kathi Petersen, Clemens Knoll und Wolfgang Stöckl muss ich mich von drei Weggefährtinnen und -gefährten verabschieden, die mir mit ihrem Herzblut und ihrer Expertise im Bereich der Erwachsenenbildung sehr fehlen werden“, so Dr. Achim Budde, Vorsitzender der KEB Bayern: „Ich bin echt ein bisschen traurig.“
Groß war dann die Spannung am Samstagvormittag: Gleich sechs Kandidatinnen und Kandidaten gingen ins Rennen um die vier Sitze – laut Budde ein Indikator für das gute Image der Vorstandsarbeit als so angenehm und wirksam, dass man Lust bekommt mitzuarbeiten. So hatten die Mitgliedseinrichtungen eine echte demokratische Wahl, wem sie die Weichenstellungen der nächsten Jahre in die Hände geben möchten.
Nach nur einem Wahlgang stand das Ergebnis fest: Kathrin N. Raps, Vorstand Kolping-Bildungswerk München und Oberbayern und bereits seit 2020 Vorstandsmitglied der KEB Bayern, wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt. Neben ihr waren Andreas Hornauer (Leiter der KEB im Landkreis Kelheim), Dr. Ursula Silber (Leiterin des Martinusforums Aschaffenburg-Schmerlenbach) und Christine Höppner (2. Vorsitzende der KEB München und Freising) erfolgreich. In den kommenden drei Jahren werden sie nun die inhaltliche und strategische Führung der Katholischen Erwachsenenbildung in Bayern verantworten – gemeinsam mit Dr. Achim Budde, dem als Direktor der Katholischen Akademie qua Amt auch der Landesvorsitz der KEB Bayern zufällt, und der resümierte: „Das ist ein starkes Team, das die verschiedenen Mitgliedertypen der sehr pluralen KEB gut repräsentiert und viel Power und Motivation ausstrahlt. Ich freue mich auf die neuen Perspektiven und die Zusammenarbeit“.